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10 Tipps zum Eid ul-Adha (Opferfest)

In sha Allah ist es in einigen Tagen soweit und unsere Geschwister werden in der heiligen Stadt Mekka ihr Hajj  erfolgreich und sündenfrei beenden. Diejenigen, die ihre Wallfahrt nicht machen, werden sich mit der Vorfreude auf das Opferfest vorbereiten. Nun sind hier 10 Tipps, wie man sich am besten darauf vorbereiten kann.
Wir Muslime haben zwei heilige Feiertage, Eid ul-Fitr (Ramadanfest) und Eid ul-Adha. Allah azza wa jalla möchte, dass wir gemeinsam mit unserer Familie und Freunden diese beiden Feste fröhlich feiern. Beim Opferfest sollen wir mit den Armen und Bedürftigen das Fleisch teilen.

In einem heiligen Buch Quran heißt es:

„Und die Opferkamele haben Wir euch zu Kultzeichen Allahs gemacht. An ihnen habt ihr (etwas) Gutes. So sprecht den Namen Allahs über sie aus, wenn sie mit gebundenen Beinen dastehen. Wenn sie nun auf die Seite umgefallen sind, dann eßt davon und gebt dem bescheidenen und dem fordernden (Armen) zu essen. So haben Wir sie euch dienstbar gemacht, auf daß ihr dankbar sein möget. Weder ihr Fleisch noch ihr Blut werden Allah erreichen, aber Ihn erreicht die Gottesfurcht von euch. So hat Er sie euch dienstbar gemacht, damit ihr Allah als den Größten preist, daß Er euch rechtgeleitet hat. Und verkünde frohe Botschaft den Gutes Tuenden.“ (Hajj 22; 36-37)

A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: „Wir haben gewöhnlich das Fleisch der Opfertiere mit Salz haltbar gemacht und zum Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, nach Al-Madina gebracht, und er sagte zu uns: „Esset davon nicht länger als drei Tage!“ Und dies war von ihm kein Befehl vielmehr wollte er damit erreichen, dass wir andere davon speisen und Allah weiß besser Bescheid.“ (Bukhari; 5570)

Die 10 Eid ul-Adha Tipps:

1. Vorbereitung
Beginnt erstmal mit einer seelischen Vorbereitung und liest im Internet oder in euren Büchern die Kapitel über das Opferfest durch. Informiert euch genaustens über den Schlachtvorgang, und anderen Tätigkeiten, die gemacht werden müssen/sollten.

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pixabay.com (Unsplash)

2. Geschenkeinkauf
Ein kleines Geschenk oder eine bedeutungsvoll beschriftete Karte, kann die Mutter, dem Vater oder dem Ehepartner/ der Ehepartnerin sehr glücklich machen. An diesem heiligen Feiertag kann ein Geschenk sehr effektiv wirken. Schließlich ist es Sunnah sich zu beschenken.

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pixabay.com (blickpixel)

3. Gute Taten nicht offen legen
An Feiertagen sind Gottesdienste umso wertvoller als sonst.
Es muss keine große Tat sein. Man kann zum Beispiel jemandem, der traurig oder unzufrieden ist zuhören und ihn davon erlösen.

4. Freunde, Familie, Bekannte besuchen und um Du’a bitten
Vernachlässigt das Besuchen nicht, da diese paar Tage für uns sehr kostbar sind und wir auf jede Menge Belohnung hoffen. So nimmt diese Gelegenheit ernst und verschwendet eure Zeit nicht. Bringt eure Freunde und Verwandte zum Lachen, unterhaltet euch mit ihnen und bittet um viel Du’a. Vorallem dann, wenn ihr euch in einer schwierigen Situation befindet. Gibt es etwas stärkeres, als wenn ein Muslim für seinen Glaubensbruder oder für seine Glaubensschwester ein Bittgebet ausspricht?

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pixabay.com (simple_tunchi0)

5. Mit eine noch nie durchgeführte Ibadah (Gottesdienst) beginnen
Nutzt die Chance aus und beginnt mit einem neuen Gottesdienst. Vielleicht habt ihr noch nie Tahajjud (Nachtgebet) oder Duha (Vormittagsgebet) gebetet. Ihr könnt auch eine bestimme Sunnah des Propheten Muhammad, Friede und Segen sei auf ihm praktizieren oder ein Vers aus dem Quran rezitieren, was ihr noch nie gelesen habt. Denn dafür ist es die richtige Zeit!

6. Almosen (Sadaqa) geben
Ein finanziell stabiler Muslim, sollte Almosen geben. Es spielt keine Rolle ob es 10€ oder 100€ ist. Allah schaut nicht auf die Summe. Er schaut auf die Absicht.

„Die Almosen sind für die Armen, die Bedürftigen, die, die sich um sie kümmern, und die, deren Herzen gewonnen werden sollen, für die Sklaven  und Schuldner,für den Weg  und den Sohn des Weges, als Verpflichtung von Allah. Allah ist wissend und weise.“ (Quran 9;60)

7. Sich über die Geschichte des Opferfestes schlau machen
Wir sollten die Geschichte des Propheten Ibrahim, Friede sei auf ihm genaustens lesen, um den Sinn des Opferfestes zu verstehen.

8. Du’a, Du’a, Du’a…
Es gibt nicht schöneres, als mit seinem Schöpfer direkt und höchstpersönlich zu kommunizieren. Ohne Du’a gibt es keine Erlösung. Betet für euch selbst, für eure Familie, für Kranke, für eure Geschwister, die sich in Notsituationen befinden. Und betet für die Verstorbenen.

9. Trifft eine neue Entscheidung
Dieses Fest, kann ein Wendepunkt sein, um neue Seiten zu öffnen. Entscheidet euch daher, ein nützlicher Muslim zu sein und  übernimmt Verantwortungen. Gründet eine Whatsappgruppe und postet dort täglich islamische Inhalte oder trifft euch einmal die Woche und studiert gemeinsam ein Buch. Allah weiß, was ihr in eurem Herzen habt. Traut euch und macht den ersten Schritt!

10. Gebt euch selbst ein Versprechen
Gebt euch selbst am Tag der Arafa ein Versprechen und versucht im Eid ul-Adha nicht rum zuschreien, zu lästern oder jemanden zu kränken. Versucht es in den paar Tagen auszuhalten. Ihr werdet die Wirkung sehen. Vielleicht werdet ihr dieses schlechte Verhalten stoppen und ein für alle Mal ein Ende geben!

Wir wünschen euch und euren Familien einen gesegneten Eid ul-Adha Fest. Möge Allah euch für eure guten Taten belohnen und euch zu den Paradiesbewohnern gehören lassen. As salaamu alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh.

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