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Alles über Hijama

Was ist Hijama?

Die älteste Quelle über Hijama (Hacamat) stammt aus dem Jahr 3300 v. Chr. Sie wurde in China, in Ägypten und im heutigen Griechenland praktiziert. Beim Hijama wird mithilfe eines Schröpfglases ein Unterdruck auf der Haut erzeugt. Durch die zuvor leicht angeritzte Haut wird das Blut abgesaugt.
Nach der Hicra (Himmelfahrt) des Propheten (saw.) wurde das Schröpfen als Behandlungsmethode noch wichtiger. Eine der bedeutendsten Überlieferungen zur Hijama im Islam ist folgende:

Die Hijama ist für euch eine der besten Behandlungen“ (Muslim, Musakat 62,63; Bukhari)

Wie wirkt Hijama?

Laut einer Studie kann Hijama bis in eine Tiefe von 10 cm in das Gewebe einwirken. Dabei lässt das Gewebe Toxine frei, die ausgeleitet werden. Weitere Wirkungen ist die Aktivierung des Lymphsystems, Aufhebung von Darmblockaden, Aktivierung und Klärung der Venen und die Verbesserung von Krampfadern.

Wofür wird es angewendet?

Viele Hijama Patienten berichten von Linderung der Schmerzen im Rückenbereich.

Sind mit der Hijama Therapie Schmerzen verbunden?

Die Schmerzen die beim Anritzen der Haut entstehen sind mit kleinen Piksern vergleichbar.

Wo kann ich Hijama machen lassen?

Die Hijama Therapie sollte bei einem Heilpraktiker erfolgen. In unserem Hijama Verzeichnis findest du die Praxis in deiner Nähe.

Welche Nebenwirkungen können durch eine Hijama Behandlung auftreten?

Es sind kaum Nebenwirkungen durch Hijama bekannt. In der Regel wird die Behandlung gut vertragen. Die durch das Ansaugen entstehenden blauen Flecken verschwinden nach einigen Tagen wieder. Auch die angeritzen Stellen schmerzen in der Regel nicht, sind allerdings noch einige Tage nach der Behandlung etwas sensibel.

Gibt es wissenschaftliche Beweise über die positive Wirkung von Hijama?

Ja, besonders in islamischen Ländern wird viel über Hijama geforscht wozu es auch viele Studien gibt über die positiven Wirkungen gibt.

Was sollte vor einer Hijama Behandlung beachtet werden?

Es sind einige Punkte, wie z.B. die Vermeidung von bestimmten Lebensmitteln, zu beachten. Zudem ist jeder Patient anders und sollte vor der Behandlung mit dem Therapeuten über seine Krankheiten sprechen. Patienten die Medikamente einnehmen, sollten diese mit dem Therapeuten besprechen.

  • Am Tag der Hijama sollte wenig gegessen werden. Vier Stunden vor der Therapie sollte keine Nahrung und keine Flüssigkeit aufgenommen werden.
  • Mindestens 24h vorher, besser zwei Tage vor der Hijama keine tierischen Lebensmittel essen
  • Schwangere sollte man generell von Hijama abraten
  • trockenes Schröpfen ist erst nach dem vierten Schwangerschaftsmonat möglich. Hier wird empfohlen, diesbezüglich ein Gespräch mit dem behandelnden Therapeuten durchzuführen
  • blutiges Schröpfen (Hijama) sollte nicht angewendet werden bei menstruierenden Frauen
  • bei Patienten mit Herzschwäche sollte es vermieden werden
  • bei geschwächten oder erschöpften Personen ebenfalls
  • die Sunna Tage (17. , 19. oder 21. des islamischen Monats) sollten eingehalten werden
  • GANZ WICHTIG: Es sollte ein erfahrener und zertifizerter Hijama Therapeut

Wie kann ich Hijama Therapeut werden?

Um in Deutschland Hijama als Therapeut zu praktizieren ist eine amtliche Zuslassung als Heilpraktiker nach dem HeilprG (Heilpraktikergesetz) erforderlich.

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