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Teil I – Was lernt ein Muslim von der Biene?

Allah subhanahu wa taala hat die Biene im Quran erwähnt. Dieses wunderbare Wesen macht nicht nur Honig. Es gibt einiges was wir Muslime von ihr lernen könnten.

„Und dein Herr hat der Biene eingegeben: “Baue dir Häuser in den Bergen und in den Bäumen und in dem, was sie errichten. Dann iss von allen Früchten und folge den Wegen deines Herrn, (die Er dir) leicht gemacht hat.” Aus ihren Leibern kommt ein Trank, mannigfach an Farbe. Darin liegt ein Heilmittel für die Menschen. Wahrlich, hierin ist ein Zeichen für Leute, die nachdenken.“ (Nahl; 68-69)

In diesem Artikel werden wir, inshaAllah einige Lektionen über die erstaunlichen Verhaltensweisen der Bienen lernen.

 

Lektion 1 – Nachdenken und Informationsbeschaffung

pixabay/DanielWanke
pixabay/DanielWanke

Man fragt sich manchmal, wie es die Biene schafft, Honig herzustellen. Zuerst muss die Biene einige Pflanzen mit Blüten suchen. Wenn dies erfolgreich ist, saugt die Honigbiene den Nektar mit ihrem Rüssel auf. Jetzt kommt ein sehr wichtiger Punkt:
Die fleißige Biene konzentriert sich auf eine Art von Pflanze und wechselt sie erst, wenn ihre Arbeit dort erledigt ist. Es wird auch blütentreu genannt. Gleichzeitig ist die Honigbiene ortstreu. Sie fliegt also nicht nur zu derselben Pflanzenart, sondern auch zurück zum selben Ort, solange sie dort genügend Nektar findet.

Was wir daraus lernen:  Die Ayat die oben erwähnt wurde, stimmt mit der Realität überein. Die Honigbiene hört auf seinen Schöpfer, indem sie die Möglichkeiten nutzt, den Luftraum zu gebrauchen wie es möchte. Es weicht aber nicht von seiner Bestimmung ab, Honig zu produzieren und seine Nachkommen zu pflegen.

 

Lektion 2 – Honigbienen arbeiten/halten zusammen
Nachdem die Biene im Durchschnitt 25 Milligramm Nektar gesammelt, also ca. 200 Blüten besucht hat, um ihre Nektarblase zu füllen, geht es zurück ins Bienenstock. Die Entfernung zwischen Nährpflanze und Bienenstock ist ungefähr 2 Kilometer. Ist die Sammelbiene angekommen, übergibt er die Nektarflüssigkeit an die Stockbiene. Rüssel an Rüssel gleitet der Nektar von der einen Biene zur anderen.

pixabay/liopik
pixabay/liopik

Während der Aufnahme und Abgabe des Nektars mengt die Biene immer wieder körpereigene Stoffe bei. Aminosäuren, Enzyme und Eiweiße tragen dazu bei, dass der Nektar haltbarer wird. Es entstehen Stoffe, die das Wachstum von unerwünschten Bakterien hemmen. Wie viel Geduld und Teamwork haben diese wunderbaren Insekten?

Was wir daraus lernen: Die Biene zeigt uns, wie Teamwork funktioniert. Sowohl im Familienkreis, als auch in der Ummah sollte der Zusammenhalt bei uns Menschen vorhanden sein. Deshalb müssen wir uns die Eigenschaft der Biene zu eigen machen und unser Augenmerk auf den Zusammenhalt innerhalb der Familie und in unseren Gemeinden richten.

 

Lektion 3 – Gesellschaftliches miteinander leben
Bienen leben zusammen in gut organisiertem Umfeld, in dem jede von ihnen andere Pflichten haben. Einige sind für die warmen Temperaturen im Stock zuständig und sorgen ebenfalls dafür, dass es sauber bleibt. Alles was Unordnung bringt, kommt raus. Zum Beispiel die im Stock gestorbenen Bienen.

pixabay/PollyDot
pixabay/PollyDot

Die Bienenkönigen praktiziert ihre Hauptaufgabe, dem Eier legen. Andere schützen den Bienenstock vor Eindringlingen, damit sie vom Nektar nichts klauen. Bienen können nicht sprechen, aber können trotzdem eine Biene aus ihrem Volk mitteilen, wenn sie einen blühenden Strauch mit viel Pollen und Nektar gefunden hat. SubhanAllah, was unser Schöpfer einem kleinen Insekt beigebracht hat! Mit einem Tänzchen können sie den anderen Sammelbienen des Stocks Auskunft über die Lage einer Futterquelle geben. Allahu Akbar, was für eine Lektion für die Menschheit!
Bienen können weder alleine überleben, noch selber Honig erzeugen. Deshalb muss es gemeinsam mit den anderen fleißigen Bienen zusammen halten.

Was wir daraus lernen: Bei den Menschen sollte es nicht anders sein. Wir müssen Verantwortung übernehmen und konsequent bei der Zusammenarbeit mit anderen sein. Leider herrscht unter den Menschen nicht die Gerechtigkeit, wie bei den Bienen. Wer als Muslim Geld und Macht hat, kann sein Leben vereinfachen. Dabei vergisst er die Ummah, durch egoistisches Verhalten. Als Muslime sollten wir diese Verhalten der Honigbiene verinnerlichen, um den Zusammenhalt in der Ummah zu stärken.

Ein Zitat von Albert Einstein lässt einen zum Nachdenken bringen:
Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.

Sie arbeiten nur für uns, mit Allah subhanahu wa taalas Befehl. Eins ist aber klar, bevor wir genüsslich unseren Honigaufstrich essen, sollten wir uns von dem Bienencharakter eine Scheibe abschneiden.

Fortsetzung folgt bi’idhnillah.

Link: http://suffagah.com/bal-arilarinin-bize-ogrettigi-7-harika-ders

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