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Die Ummah hängt am Smartphone

Wir sind süchtig nach unseren Smartphones. Durchschnittlich 214 mal am Tag und 1500 mal pro Woche schauen wir auf unsere Smartphones. Was sind die Folgen dieser „modernen Droge“ und wie werden wir wieder clean?

Morgens nachdem Aufstehen erst einmal Facebook und Twitter abchecken.  Nachrichten lesen und haufenweise Whatsapp und Telegram Nachrichten beantworten. So sieht der Morgen für die meisten für uns aus. Wir sind süchtig nach dem grellen Licht der Displays geworden, die uns morgens in die Augen blenden.  Überall draußen, in der Einkaufsmeile, in Bussen, ja selbst während der Prediger die Freitagshutba hält, sieht man Jugendliche die auf ihre Smartphones gucken. Was ist mit uns passiert? Ich möchte kein Drama daraus machen. Jeder kann selbst entscheiden wie lange er auf sein Smartphone guckt und was er damit macht. Aber man darf sich doch die Fragen stellen was uns dadurch im „wahren Leben“ entgeht oder?

Facebook macht süchtiger als Nikotin und Alkohol

Das ist kein Witz. Aktuelle Studien zeigen, dass Facebook genauso wichtig ist wie das zusammensein mit unserem Ehepartner. Als Muslim sollten wir uns daher die Frage stellen, was für einen Nutzen uns Facebook bringt. Denn sich stundenlang mit etwas zu beschäftigen, was uns weder im diesseitigen noch im jenseitigen Leben nicht weiterbringt, ist für einen Muslim Zeitverschwendung.

Was sind die Folgen?

Schlaflosigkeit: Das blaue Licht der Displays stört unseren Tag/Nacht Zyklus. Wenn wir noch vor dem schlafen gehen das Handy in der Hand halten, denkt unser Gehirn es ist Tag und hemmt das Hormon Melatonin was für die Müdigkeit zuständig ist. Somit werden wir erst gar nicht müde.

  • Tipp: Anstatt das Smartphone, lieber ein Buch in die Hand nehmen. Wir als „Iqra Ummah“ müssen uns das Lesen angewöhnen. Auch wenn es für viele schwierig ist, jeden Abend ein paar Seiten lesen, kann unser Leben verändern. Probiert es aus!

Gedächtnisschwäche: Leider wird unser Gehirn kaum durch die Nutzung eines Smartphones beansprucht. Weder das Schreiben mit „Freunden“ noch das Lesen von kurzen zusammenhanglosen Artikeln können unsere Gehirnzellen zur Höchstleistung verhelfen. Wenn wir unsere Gehirnzellen nicht beanspruchen und fordern, gehen die Verknüpfungen der jeweiligen Gehirnzellen zurück und unsere Leistungsfähigkeit nimmt ab.

  • Tipp: Den Kontakt mit dem Smartphone reduzieren, indem man vorbeugt. Abstellen von Benachrichtigungen in Gruppen und sozialen Netzwerken, sodass man für unnötige Sachen nicht gestört wird.

Unfruchtbarkeit: Ein Schüler hat in einem Experiment mit Käfern nachgewiesen, dass die W-Lan Strahlung Unfruchtbarkeit oder Fehlgeburten verursachen kann.  Zudem wirkt sich die Strahlung der Mobiltelefone negativ auf die Spermienqualität aus.

  • Tipp:  Handys so wenig wie möglich in der Hosentasche tragen. Zuhause kann man die Smartphones an ein entferntes Örtchen legen. Besonders nachts sollten die Geräte nicht neben einen liegen.

Unsere Smartphones können ein treuer Begleiter im Alltag sein. Besonders unsere Organisation mit Geschwistern wird sehr vereinfacht. Es nimmt uns wichtige Aufgaben ab, indem es uns zu wichtigen Ereignissen erinnert und die Kommunikation innerhalb der Ummah stärkt. Jedoch nehmen auch die Gefahren zu, indem wir uns mehr und mehr auf diese moderne Technik einlassen.

Möge Allah uns unsere Sünden vergeben, die Sünden, die wir wissend begangen haben und die wir aus Unwissenheit begangen haben und die, die wir noch begehen werden!

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