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Krieg in der heutigen Zeit: ein Kampf gegen Zucker

Anfang der 70er Jahre hat die geheime Propaganda angefangen: der genussvolle und süße Konsum von Zucker für jung und alt! Der Zucker, auch Saccharose genannt war damals noch ein Arzneimittel und ein Luxusartikel für Adlige. Heute kann man Zucker in jedem Haushalt finden. Zum Beispiel in Schokolade, Milchprodukten, Säften, Süßigkeiten oder im Ketchup. Pro Person lag der Jahresverbrauch von Zucker im Jahre 2012/2013 in Deutschland bei 32,1 kg . Wieso verzehren wir so viel Zucker? Ist es zu einer Sucht geworden? Wie wirkt es sich auf unsere Gesundheit aus?

Die Kulturgeschichte des Zuckers geht bis in die vorchristliche Zeit zurück. Damals war es vielleicht nur der Traubensaft. Heute führt der hohe Zuckerkonsum nicht nur zur Fettleibigkeit, sondern trägt auch zu gesundheitlichen Problemen bei.
Vor über 40 Jahren hat es die Lebensmittelindustrie geschafft die Welternährung zu verzuckern. Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen haben sich vervielfacht. Diese und andere Krankheiten haben auch inzwischen die Kinder erwischt.

Süchtiges Essverhalten
Tiermodelle weisen darauf hin, dass der Zucker einen suchthaften Charakter entwickeln kann. Dieser Zuckerkonsum führt jedoch allein noch nicht zu Übergewicht und Fettleibigkeit, sondern erst in Kombination mit einem hohen Fettanteil in der Nahrung. Bei Testern wurde entsprechend vorgeschlagen, dass Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index ein Suchtpotenzial haben könnten. Darüber hinaus wurden aber ebenso verarbeitete Lebensmittel oder mit einem hohen Salzgehalt als süchtig machend diskutiert. Schließlich lautete ein Vorschlag, dass höchstwahrscheinlich verarbeitete Nahrungsmittel, die eine Kombination aus hohem Zucker-, Fett- und Salzgehalt höher als in unverarbeiteten Nahrungsmitteln besitzen und somit extrem schmackhaft sind und ein Suchtpotenzial besitzen könnten.

Wieso verzehren wir so viel Zucker?
Diese Frage lässt sich eigentlich einfach beantworten. Zuckerhaltige Lebensmittel kann man sehr günstig kaufen und zu jeder Mahlzeit verzehren. Zum Frühstück z.B. einen gesüßten Tee oder Kaffee und dazu ein Schokoladen Brotaufstrich. Gegen Mittag und Nachmittag Kekse, oder ein Energiedrink. Und am Abend Fertiggerichte, in denen ebenfalls Zucker drin steckt. Zucker verfolgt uns in unserem Alltag. Wir können im Supermarkt kaum noch ein Fertigprodukt finden, indem sich kein Zucker befindet. Es fällt uns schwer, uns davon abzukehren. Vor allem Kinder haben mit dem Zucker viel zu kämpfen. Sie lieben es, weil es so gut schmeckt und immer schön verpackt wird. Manchmal bekommt man sogar noch ein Geschenk dazu! Die Lebensmittelindustrie lässt sich immer was gutes einfallen.

Krankheiten mit steigender Tendenz

Mineralstoffmangel
Die Folgen des Zuckerkonsums führen zu chronischen Mineralstoffmangel. Dieser Mangel erzeugt Karies, ein schwaches Immunsystem, Hyperaktivität bei Kinder, Fettsucht und Erscheinungen, die mit dem Altern in Verbindung gebracht werden wie z.B. Falten, Haarausfall und Verschlechterung der Augen.

Diabetes
Saccharose (Haushaltszucker) besteht zum einen aus Glucose (Traubenzucker). Der andere Teil ist Fructose – also Fruchtzucker. Die beiden Stoffe werden in unserem Körper unterschiedlich verarbeitet: Fruchtzucker wird über den Darm verdaut. Traubenzucker verwertet der Körper mit Hilfe des Hormons Insulin. Gerät unser Insulinhaushalt außer Kontrolle, entsteht Diabetes. Aktuell sind etwa 6 Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes erkrankt. Kinder und Jugendliche zwischen 21.000 und 24.000.

Krebszellen lieben Zucker
Der Zuckerkonsum ist notwendig für das Wachstum der bösen Zellen. Es entstehen im Stoffwechsel von Tumorzellen Ausscheidungsprodukte, die die Bösartigkeit der Krankheit steigert.

Was tun?
Das Suchtpotential macht es für die Zuckerliebhaber nicht leicht, den Konsum drastisch zu reduzieren. Unser Schöpfer Allah, ist der Barmherzige und unser einziger Helfer. Er hat für die Menschheit einen gesunden Zuckerersatz erschaffen. Warum sollten wir diese nicht bevorzugen?

Xylit
Xylit oder auch Birkenzucker wird aus Mais oder Birken gewonnen. Xylit ist kein synthetischer Zuckerersatz, sondern besteht aus pflanzlichen Rohstoffen. Xylit hebt weder den Blutzuckerspiegel noch den Insulinspiegel an und ist deshalb ein sehr nützlicher Zuckerersatz für Diabetiker. Außerdem zeigt der Zucker positive Einflüsse auf die Zahngesundheit. Verschiedene Studien zeigen, dass Xylit Karies, Zahnfleischprobleme und Zahnbeläge hemmen kann.

Datteln
Man kann diese Frucht sowohl frisch als auch getrocknet verzehren. Es ist eines der effektivsten und leckersten Zuckerersatzmittel. Man kann aus den Datteln einen Sirup herstellen und es eignet sich sehr gut für Smoothies, Kuchen, Gerichte und Snacks.
In einem Hadith des Gesandten Allahs, sallallahu alayhi wa sallam heißt es:
“Derjenige, der am Morgen sieben Ajwa-Datteln (aus Medina) isst, wird diesem Tag nicht durch Gift oder Magie beeinflusst. (Bukhari 5445, 5768, 5769, 5779)

Honig
Der Honig hat im Islam einen besonderen Wert und kommt auch daher im Quran vor: “Und dein Herr hat der Biene eingegeben: «Baue dir Häuser in den Bergen und in den Bäumen und in dem, was sie (die Menschen) errichten. Dann iss von allen Früchten und folge den Wegen deines Herrn, (die Er dir) leicht gemacht hat.» Aus ihren Leibern kommt ein Trank, mannigfach an Farbe. Darin ist Heilung für die Menschen. Wahrlich, hierin ist ein Zeichen für Leute, die nachdenken.” (16;68 und 69)
Der Honig hat viele heilende Wirkungen und gilt ebenfalls als Zuckerersatz. Jedoch sollte man beachten, dass man davon nicht zu viel essen kann. Der Bienensaft besteht zu gut 80% aus Zucker. Und ein Esslöffel Honig hat zwischen 60 und 70 Kalorien. Zum Vergleich: ein Esslöffel Zucker hat knapp 50 Kalorien. Wer also morgens sein Brötchen und seinen Tee mit Honig süßt, sollte aufpassen.

„Esst und trinkt, aber seid nicht maßlos! – Er (Allah) liebt nicht die Maßlosen.“ (7;31)

Letztendlich ist jeder Mensch für seinen eigenen Körper und Gesundheit verantwortlich. Wenn wir uns ein gesundes Leben wünschen, müssen wir auf unser Essverhalten acht geben. Dazu gehört noch regelmäßiges Sport oder eine ausgewogene Bewegung. Industriell verarbeitete Nahrungsmittel, die Zucker, Kohlenhydrate und minderwertige Fette, dafür kaum Mikronährstoffe enthalten, führen zu Entzündungen im gesamten Körper und schaffen somit die weit verbreiteten Zivilisationserkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt und Diabetes.
Studien beweisen, dass eine natürliche Ernährung aus möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln, die reich an Antioxidantien und Ballaststoffen sind, die oben genannten Krankheiten (auch andere Krankheiten) vorbeugen und lindern können.

Wenn wir uns maßlos mit verarbeiteten Lebensmittel ernähren und keine Grenzen setzen, können wir auch davon ausgehen, dass uns eines Tages die ein oder andere Krankheit erwischt. Allah liebt nicht die Maßlosen.

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“ -Philippus Theophrastus Paracelsus-

Quellen:
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/pdf/natuerliche-ernaehrung-ia_01.pdf
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/4502964
http://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes/diabetes_in_zahlen/
http://www.gesundheitsmanufaktur.de/media/unknown/leseprobe_keto-7317497.pdf#page=2&zoom=90,53,289
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